Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis am Röder, Dres. med. dent. Anja & Ralf Seubert, 90518 Altdorf b. Nürnberg

Was sind Implantate?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan, welche in den Kieferknochen eingebracht werden, um darauf Kronen, Brücken oder auch Prothesen zu befestigen.

implantataufbau-mit-krone

Implantataufbau mit Krone:

  1. Implantatschraube aus Titan
  2. Mit dem Implantat verschraubtes Aufbauteil
  3. Auf dem Implantat zementierte oder verschraubte Krone

Warum sind Implantate aus Titan

Es hat sich gezeigt, das Titan als Werkstoff eine sehr gute Verbindung mit dem Knochen eingeht. Eine Tatsache die zwingend notwendig ist für den dauerhaften Halt. Ferner ist Titan sehr gewebsneutral und daher eines der verträglichsten Materialien im Körper.

Implantate aus Keramik sind nach wie vor nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht und unterliegen einer sehr hohen Verlustrate. In der seriösen Implantologie spielen Implantate aus diesem Material daher noch keine Rolle.

Wo liegen die Vorteile von Implantaten?

implantatImplantate stellen heute die modernste Form von Zahnersatz dar. Es müssen keine gesunden Nachbarzähne mehr beschliffen werden, um eine Brücke zu befestigen. Das Schicksal Prothesen tragen zu müssen kann meistens vollkommen verhindert werden. Aber selbst Totalprothesenträgern kann geholfen werden, denn gerade diese Menschen leiden im täglichen Leben am mangelhaften Halt ihrer Prothesen. Hier helfen die Implantate den Zahnersatz fest zu verankern, d.h. keine lockeren Prothesen mehr.

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Sind Implantate für jeden Menschen geeignet?

Grundsätzlich einmal ja. Jedoch muss man bei Rauchern und Diabetikern in jedem Einzelfall abwägen, ob eine Implantation wirklich sinnvoll ist. Eine zwingende Voraussetzung jedoch ist ein ausreichendes Knochenangebot. Leider ist dies nach langjähriger Zahnlosigkeit nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt vorhanden. Dieses Problem läßt sich heute mit einer Vielzahl von Knochenaufbaumöglichkeiten zuverlässig lösen.

Wie werden Implantate in den Kiefer eingesetzt?

Zunächst erfolgt eine ausführliche Diagnostik. Diese ist unbedingte Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Eingriffs und besteht in der Analyse von Röntgenbildern, Modellen etc. In einigen Fällen kann auch die Anfertigung einer Digitalen Volumentomographie (DVT) erforderlich sein. Ist die Planungsphase beendet, kann mit der Implantierung begonnen werden. Dies ist ein meist sehr unkomplizierter und für den Patienten nicht unangenehmer Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Auf Wunsch des Patienten kann dies auch im Zustand der Dämmerschlafnarkose durchgeführt werden.

Es schließt sich eine Einheilphase, je nach Knochenqualität, von 3 bis 9 Monaten an. In dieser Zeit werden sie mit einem Provisorium versorgt.

Wie lange hält ein Implantat?

Die heutige Implantatchirurgie ist sehr hochentwickelt. Die Probleme aus vergangenen Tagen sind nicht mehr existent. Ist ein Implantat gut eingeheilt und wird es entsprechend gepflegt, werden Sie viele Jahrzehnte daran Freude haben können. Dennoch kann es wie bei jedem Eingriff auch zu nicht vorhersehbaren Komplikationen kommen. Diese bestehen im Wesentlichen im Nichteinheilen des Implantats mit einhergehendem Verlust. Eine weitere Gefahr für Implantate sind die Parodontitis auslösenden Keime, welche auch, wie beim echten Zahn, den Knochen um das Implantat herum zerstören können. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie ein Leben lang zur regelmäßigen Nachsorgebehandlung kommen.

Implantate und Entzündung

implantat-entzuendungDie Anzahl der Patienten, die Zahnersatz auf Implantaten tragen, wächst ständig.
Dabei sind viele Patienten der Meinung, dass die Zahnimplantate – als künstliche Organe – nicht erkranken können. Dies ist „richtig“, ABER man vergissst, dass die Hauptursache für Zahnverlust die Entzündungen des Zahnfleisches und des Kieferknochens sind. Und solche Entzündungen mit Folge von Knochenverlust können auch bei Implantaten auftreten. In diesem Fall wird die Erkrankung „Periimplantitis“ genannt (frei übersetzt bedeutet das „Entzündung um das Implantat“). Wie bei der „Parodontitis“ entwickelt sich um das Zahnimplantat eine Zahnfleischentzündung, die langsam zu einer Entzündung des Kieferknochens (Knochenverlust, Bildung von Taschen, Ansammlung von Bakterien) fortschreitet. Die Hauptursache ist (wie bei der Parodontitis) der Zahnbelag und seine Bakterien.